Der gelernte Friseur und Berufsmusiker Fritz Wegener und seine Ehefrau  die Fleischerfachverkäuferin Käthe Wegener wagten 1962 den Schritt in die Gastronomie.


An das 1957 erbaute Wohnhaus mit Friseursalon auf einem herrlichen Grundstück am Waldrand gelegen, wurde ...
 

Der gelernte Friseur und Berufsmusiker Fritz Wegener und seine Ehefrau die Fleischerfachverkäuferin Käthe Wegener wagten 1962 den Schritt in die Gastronomie.


An das 1957 erbaute Wohnhaus mit Friseursalon auf einem herrlichen Grundstück am Waldrand gelegen, wurde ein für damalige Verhältnisse modernes Lokal angebaut. Die besondere Lage des Grundstücks war dann auch Namensgeber.

Im März 1963 nahm die „Waldgaststätte“ ihren Betrieb auf.

waldhof 1961


Unter dem Stern der „Wilden 60iger“ mit Musikbox und Rock'n Roll  ging es schnell bergauf. Das Lokal war bei der Jugend sehr beliebt und die Küche mit Schaschlik und Hähnchen damals eine Sensation. Im weiten Umkreis fand sich nichts Vergleichbares und schon gar nicht ein Lokal, in dem man tanzen und gleichzeitig auch zu später Stunde noch essen konnte.
Nach dem Kino ging‘s zu “ Schlegel“, das war der Tenor der damaligen Jugend. Schlegel deshalb, weil die Waldgaststätte Schlegelbier ausschenkte, eine Biermarke die es heute nicht mehr gibt.
Mit den beiden Töchtern und einer Handvoll Aushilfen arbeitete das Ehepaar mit viel Erfolg in ihrem Gastronomiebetrieb. Die ehemalige Friseurstube und das Wohnzimmer wurden schnell dem Lokal zugeschlagen.

Clubraum1


Anfang der 70iger wandelte sich dann das Bild: In der nahegelegenen Kreisstadt Rotenburg öffneten Imbissbetriebe und Discotheken ihre Pforten. Die Töchter waren inzwischen aus dem Haus, das Personal musste aufgestockt werden.
Der Familienbetrieb strukturierte um und die Wegeners erweiterten den Betrieb. Es wurde ein Festsaal für 120 Personen gebaut.

waldhof 1971


Um diesen großen Anforderungen gerecht zu werden, folgte wenig später der Neubau eines modernen Küchentraktes. Diese Investitionen waren in jeder Hinsicht eine gute und richtige Entscheidung.

In dieser Zeit entstanden auch die zahlreichen Ölgemälde von Fritz Wegener. Sie werden auch heute noch von unseren Gästen im Restaurant bewundert.
In den Betriebsferien hatte er im Licht durchfluteten Saal seine Staffeleien aufgebaut. Das Malen, Musizieren und die Friseurtätigkeit hatten ihm in der fünf jährigen Kriegsgefangenschaft von 1945 in Russland das Leben gerettet.

oelmalerei Frauen oelgemalerei Schiff


1978  trat der jüngste Spross der Familie, Thomas Wegener, mit gerade einmal  21 Jahren in den Betrieb ein. Er brachte neue Ideen und Elan mit und die Handwerker rückten erneut an: Es wurde ein weiterer Gesellschaftsraum und 4 Kegelbahnen gebaut. Kegeln war in den 70iger und 80iger Jahren stark angesagt. Außerdem nahm er sich einer neuen Sparte an und eröffnete ein Gästehaus mit 9 Zimmern.

gaestehaus


Gemeinsam mit seinen Eltern führte er fortan den Betrieb. Die Zahl der Angestellten wuchs mit der zunehmenden Betriebsgröße und dem vielfältigen Angebot des Hauses.

1991 übernahm der „Junior“ Thomas Wegener dann  gänzlich den Betrieb, die Eltern gingen in den wohlverdienten Ruhestand.

Der Betrieb wurde in eine Gesellschaft umgewandelt und erhielt in dem Zuge auch seinen heutigen Namen „Waldhof“
Zu dieser Zeit trat auch die Ehefrau des Inhabers, Susanne Wegener, in den Betrieb und die Geschäftsführung ein.  
Gesellschafts- und Familienfeiern wurden zu der Zeit in großem Stil gefeiert. Deshalb wurde der Saal  grundlegend renoviert und es entstand ein großzügiger neuer Toilettentrakt , um den gewachsenen Ansprüchen der Gäste gerecht zu werden.

Die 90iger Jahre waren geprägt vom Aufbruch Ost.
Mit dem Fall der Mauer eröffneten sich auch neue Möglichkeiten für das Gastronomieunternehmen, der Bereich „außer Haus“, Eventbetreuung und Catering boten eine gute Chance sich zu entwickeln. Dank guter Verbindungen zur Bauindustrie begleitete der Waldhof zahlreiche Großveranstaltungen und Feiern im Osten der Republik. Ob  Magdeburg, Leipzig, Berlin oder Rostock, der Waldhof war mit seinem erfahrenen Team präsent.
Aber auch große und kleine Catering Aufträge im näheren Umfeld wurden abgewickelt. Der neue Betriebszweig  entwickelte sich zu einer festen Umsatzgröße.

discobaer waldhof

Immer auf der Suche nach etwas Neuem, probierte sich Thomas Wegener an einer ganz neuen Geschäftsidee. Durch die Erfahrungen im Eventmanagement wurde er weit über die Kreisgrenzen hinaus mit den großen Zeltdiscos in Unterstedt und dem eigens dafür entwickeltem Label, dem legendären „Magenta Discobären“ zu einer festen Größe. Der Erfolg gab ihm auch da recht und namhafte Bands, wie die Sky Dogs oder Jürgen Drews gaben ihre Visitenkarte in Unterstedt ab.

Das Geschäft lief gut und 1998 wurde der ganze Laden auf den Kopf gestellt, das Restaurant  “Försterstuben“  sowie die Außenfassade des Waldhofs erhielten ein neues Outfit.
Auch der idyllische Biergarten  wurde aus dem Dornröschenschlaf  gerissen: Mit einer  ansprechenden Gartenarchitektur und neuem Mobiliar wurde ein weiteres lukratives  Standbein geschaffen. Große Biergartenfeste mit Live Musik,  Barbecue und Spanferkel vom Spieß  machten den Waldhof im Sommer zu einem beliebten Ausflugsziel.

Mit der Euroumstellung in 2002 kam dann der große Run auf die Buffets. Die Unsicherheit und das Sparverhalten der Bevölkerung im Zuge der Einführung des „Teuros“ weckte diese Idee. Fortan wurde  im Waldhof zum Sturm auf das Buffet geblasen. „All you can eat" hieß die neue Devise. Zunächst von den Mitbewerbern belächelt und wenig beachtet, entwickelte sich der Waldhof zu einem Buffetmekka.

Das legendäre Schnitzelbuffet am Dienstag als Urgestein aller weiteren Buffetangebote ist bis zum heutigen Tag der Renner. Da werden auch lange Anfahrtswege gerne in Kauf genommen.